12.11.2014 Bergkino am Pico del Teide

Heute sieht die Welt schon wieder fröhlicher aus für mich und ich fühle mich nicht mehr so zerschlagen wie gestern Abend. Wahrscheinlich liegt es ein bisschen auch an meinen Iboprofen-Tabletten, wer weiß. Letztendlich ist es ja auch egal, ich habe Kaffeedurst und freue mich auf das Frühstück und mache mich fein für das Büffet, meine Caprileggins ohne Strumpfhose ;.) und ein sauberes T-Shirt, dazu die Wanderschuhe, sieht richtig fesch aus. Gabriele tourt mit der Kamera in der Morgenkälte ums Hotel und fotografiert den Sonnenaufgang, die Hotelanlage, die Landschaft und den Teide. Ich bin bequemer und banne alles auf den Camcorder, was von dem Balkon aus zu sehen ist.

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Danach geht es aber wirklich zum Frühstück, außer Lachs gibt es alles, was der Magen sich wünscht, englisches Frühstück, Käse, Wurst, Schinken, Brötchen, Toast, Kuchen, Papayas und weiteres frisches Obst…. Saft, Milch, Tee und lecker KAFFEE!!!! Genau das Richtige für ausgepowerte Körper.

Da die Wanderung nach Vilaflor ausfällt, der Bus nach Hause aber erst um 16.00 Uhr wegfährt, beschließen wir, den Tag im und am Hotel zu genießen. Deswegen lassen wir uns alle Zeit der Welt für unser Frühstück, frischen unseren gestrigen Tag auf und nun können wir auch wieder herzhaft lachen. Bergrettung rufen als Taxi zum Parador, das kann auch nur mir einfallen!

Irgendwann geht kein Krümel mehr in uns hinein und Kaffee haben wir auch genug getrunken, wir beschließen, ein Sonnenbad auf dem Balkon zu nehmen. Ist das herrlich, mal ohne Programm und Zeitdruck ausspannen.

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Die Rucksäcke müssen ja auch noch gepackt werden, erst gegen Mittag verlassen wir Zimmer und Hotel, aber nur bis zur Sonnenterrasse. Wir richten uns hier für die nächsten vier Stunden häuslich ein und lassen das Bergkino pur an uns vorüber ziehen. Scharen von Besucher fallen wie Heuschrecken in das SB-Restaurant ein, trinken, essen, fotografieren und ab ins Auto oder zum Reisebus, das nächste Highlight der Insel ansteuern. Oder aber sie brechen in Sandalen, Flip-Flops und anderem ungeeigneten Schuhwerk in Richtung Finger Gottes auf. Sagt ihnen denn keiner, wie gefährlich das ist?

Es ist ein Kommen und Gehen, Radfahrer bevölkern die Terrasse, Teidegipfel-Wanderer berichten von der Nacht in der Schutzhütte, dem Aufstieg in der Früh, vom grandiosen Sonnenaufgang und dem Abstieg. „Ohne mich“ höre ich aus meinem Munde, denn Gabrieles Augen glänzen schon wieder und ich kann ihre Gedanken lesen. „Da such Dir jemand anderes für“! Ich drehe eine letzte Runde für diesen Urlaub abseits vom Parador und knipse noch etliche Bilder von der tollen Bergwelt.

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Zu zweit am Vierer-Tisch sitzend bekommen wir laufend neue Tischgenossen, die Kommunikation reißt nicht ab. Man tauscht Erfahrungen aus und erzählt kleine und große Urlaubserlebnisse. Der Tisch bringt zusammen was sich in der Heimatstadt nicht trifft, die Welt ist klein. Stunde um Stunde verrinnt wie im Flug und endlich sind die Busse abfahrbereit, einer in Richtung Süden mit Gabriele, der andere nach Puerto de la Cruz mit mir. Weiß der Geier, was meine Freundin an Los Cristianos so toll findet, aber sie will unbedingt noch einmal dorthin. Nachdem ich ihr mit meinem Sturz die Wanderung versaubeutelt habe, lass ich sie fahren. Auf der Fahrt zum El Portillo sehe ich unsere Wanderstrecke wie im Zeitraffer vom Ziel bis zum Start und fühle mich jetzt ein wenig stolz, dass wir sie bewältigt haben.

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Las Canadas vom Parador bis zum El Portillo
Las Canadas vom Parador bis zum El Portillo

Auf der Rückfahrt schlägt das Wetter um, Nebel zieht auf, es regnet und die Temperaturen sinken. Müde und kaputt komme ich nach dreimal umsteigen zu Hause an und falle in einen komatösen Schlaf. Den habe ich mir auch schmerzhaft verdient!


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