In der Albergue Montes de Anaga 21. 09.2015

Puh – bin ich geschafft von der Wanderung nach Chamorga, zumindest fusstechnisch gesehen, und deshalb froh und dankbar, dass der Busfahrer mich direkt vor der Jugendherberge aussteigen lässt. Ich hatte von Deutschland aus die Übernachtung mit Halbpension reserviert und darüber auch schon berichtet. Imposant thront das moderne Gebäude an der Straße und die Sonnenterrasse mit dem Blick nach San Andres lädt zum Verweilen ein.

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Während heute morgen alles im Nebel lag, habe ich am späten Nachmittag eine tolle Fernsicht. Es dauert nicht lange, dann kann ich auf mein Zimmer mit dem Namen „Chamorga“ passend zum Wanderziel 😉 und mein Bett beziehen, die Bettwäsche wird gestellt. Es ist ein 4er-Zimmer, aber heute Nacht schlafe ich alleine. Als erstes Schuhe aus und die Füße versorgen, dann mache ich mich im großräumigen Waschraum frisch. Es gibt genügend Duschkabinen, Waschbecken und Toiletten, alles ist sehr sauber.

Ich ziehe mich um und stiefel in meinen Wanderschuhen auf die Terrasse. Hier bestelle ich mir erst einmal einen leckeren vino tinto und die obligatorische Flasche Mineralwasser, bald darauf kommt mein Menü: Queso blanco als Vorspeise und als Hauptgericht Kanarischen Eintopf, zum Nachtisch Johgurt. Dazu bekomme ich noch einen Krug Wasser und Saft serviert. Es ist sehr reichlich und schmeckt sehr gut. Weil ich nachts schon mal Wasser trinke, hebe ich die Flasche Mineralwasser für´s Zimmer auf und trinke das Wasser vom Krug, mit fatalen Folgen. Ihr werdet es noch lesen!

Unterhalb der Terrasse gackern zig Hühner um die Wette, Hähne stolzieren durch ihre Schar, Küken rennen hin und her, so manches Huhn flüchtet vor den wenig charmanten Attacken der Hähne. Es ist ein Gekrähe, Geschrei und Gerenne ohne Ende. Und dann ganz plötzlich  – wie von Geisterhand dirigiert – rennt das gesamte Federvieh in den kleinen Wald hinein und es wird gespenstisch ruhig. Kein Nachgackern, kein Krähen mehr, Siesta im Hühnerstall.

Gäste kommen mit Autos angefahren, plaudern kurz mit dem Angestellten, man kennt sich zum Teil, trinkt, isst eine Kleinigkeit und bald bin ich der einzige Gast. Als die Terrasse im Schatten liegt, wird es empfindlich kalt und ich gehe in die Cafeteria, trinke noch einen café solo und verziehe ich auf mein Zimmer mit einem super Ausblick, wie Ihr sehen könnt.

Albergue Montes de Anaga – Raum Chamorga

Stellt Euch nur mal vor, ich Nachteule bin so müde, dass ich schon um 19:00 Uhr tief und fest schlafe. Bis mich mein Handy weckt 😦 Es ist eine Maklerin, mit der ich einen Wohnungsbesichtigungstermin vereinbare, aber das ist eine andere Geschichte.)

Da ich jetzt wieder munter bin, telefoniere ich mit meiner Wanderfreundin Gabriele in Deutschland und berichte u.a. vom erfolgreichen Vorstellungsgespräch und wie ich mir Arbeiten und Wohnen auf der Insel vorstelle. Danach erreiche ich meinen Freund während seines Segeltörns im Mittelmeer auf dem Handy und auch hier ist der Job ein Thema.

Danach falle ich wieder in einen komatösen Tiefschlaf, bis kurz vor Mitternacht. In meinem Bauch rumort es fürchterlich, mir schwant Böses und flitze so schnell wie möglich auf die Toilette. Die Einzelheiten erspare ich Euch lieber, das geht dann noch zweimal hintereinander so und dann habe ich Ruhe. Ich genieße den Ausblick auf die glitzernden Lichter des Hafens und von La Laguna. Das Fenster ist weit geöffnet und ich schlafe tief und fest bis zum Morgen bei totaler Stille und der guten Luft des Anagagebirges.

 

 


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