Nette Begegnungen 22.09.2015

Holt Euch ´nen Kaffee oder ein Gläschen Wein, Bier, Zigaretten oder was es sonst sein darf – diesmal dauert die Lesestunde etwas länger 😉

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Heute könnte ich wirklich mal ausschlafen, jedoch nicht die Hühnerschar sondern mein kleines „Problem“ lässt mich schlagartig wach werden und zur Toilette flitzen – menno!!! Also angenehm ist das nicht gerade, aber was soll´s, da muss ich jetzt durch. Nur ärgerlich, dass ich an alles gedacht habe für die Wandermalesse-Creme-Pflaster-Apotheke, nur nicht an Immodium-Akut & Co., wieso auch? In 25 Jahren nicht einmal gebraucht und ausgerechnet bei der Wandertour erwischt es mich. Was soll aus diesem Tag werden???? Unterwegs stehen ja kaum Dixi-Häuschen für geplagte Urlauber. 😉

Erst einmal frühstücken und dann Lösung finden ist heute meine morgentliche Devise, denn es gibt ja noch ein klitzekleines Malheurchen, meine aufgegangene Blase an der Ferse kann den Schuh nicht leiden. Also auf Socken ab in den Speisesaal. Während die Terrasse wie ein Ausflugslokal anmutet, entspricht der lichtdurchflutete Speisesaal dem Ambiente einer Jugendherberge, praktisch, viel Platz, aber ohne Schnick-Schnack.  Zwei Gäste sind schon fertig und verschwinden in der Küche zum Spülen, zwei einsame Gedecke warten auf ihre Nutzer, auf mich und einem Wanderer aus Belgien, wie sich später heraus stellt.

Es gibt Brot, Käse, Wurst, Marmelade, Cornflakes, Butter und Kuchen sowie frisch aufgebrühten Kaffee (Note 1), Milch, Saft, Wasser im Krug (lieber für mich nicht heute 😉 ) und verschiedene Sorten Teebeutel, nicht in Unmengen, aber ausreichend, vor allen Dingen Kaffee bis zum Abwinken.

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Der Preis für Übernachtung mit Halbpension inkl. Stellen der Bettwäsche betrug 26,50 € – zur Info für Nachahmer.  Ich habe online reserviert und per Banküberweisung bezahlt, natürlich geht es auch spontan, aber auf jeden Fall vorher anrufen und erkundigen. Anfahrt mit Auto möglich, es gibt einige Parkplätze.

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Warum auch immer, der Belgier und ich kommen ins Gespräch und erzählen von unseren Wanderungen und Erfahrungen, alles auf englisch. So erfahre ich, dass der Wanderweg nach Taganana sehr steil ist und ich mit den Blessuren an den Füßen es besser sein ließe, hinab zu steigen. Tja, dann habe ich nur zwei Möglichkeiten, entweder zur Bushaltestelle für die Linea 946 nach Taganana zu gelangen oder aber vom El Bailadero aus zurück nach Los Silos zu fahren. So hatte ich mir das nicht vorgestellt 😦

Zunächst packe ich meine Siebensachen, ziehe das Bettzeug ab und versuche, meine Wanderschuhe diesmal ohne Luftpolstereinlagen anzuziehen, siehe da – es ist sogar erträglich. Juchhu. Vielleicht doch ab nach Taganana? Ich hole meinen Personalausweis im Büro ab und treffe vor der Tür den Belgier mit Auto!!!!!! Das ist ja eine unerwartete Chance, bequem an die Bushaltestelle zu kommen. Klar doch, kein Problem und nun sitze ich im Wartehäuschen Linea 946.

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Es dauert nicht lange und es hält ein Wagen in der Busbucht, zwei junge Frauen steigen aus und fotografieren, was die Landschaft hergibt. Sogar vom Abgrund aus, klick, klick, klick und dann wieder Abfahrt. Klick, Klick mach auch meine Kamera aus dem Bus heraus, eigentlich wie jedes Mal, die gleichen Motive, in den gleichen Kurven nur jedes Mal mit anderem Wetter. Unterwegs winke ich den zwei Autofahrerinnen zu, die wieder fotografieren, was das Zeug äh die Speicherkarte hält. Diesmal winken sie schon zurück.

Oh wie wohl ist´s mir am Morgen als ich an der Playa Roques de las Bodegas aussteige. Und schwupp lerne ich an diesem Tag eine weitere sympathische Person kennen, Ute aus Bonn. Sie will wissen, ob das Taganana sei und wirkt enttäuscht, als ich ihr sage, da sind wir durchgefahren. Aber sie soll sich nicht ärgern, ich hätte auch vor, auf dem Rückweg dort Halt zu machen, um die Kirche innen zu besichtigen und so kommt es, dass wir zwei einige nette Stunden zusammen verbringen. Zunächst am Ende des Roques und ich erzähle ihr von Almaciga, Benijo und El Draguillo. Wie auf ein Stichwort tauchen die Fotografinnen auf und ich spreche beide an. Versorgt mit meinen Tipps auf wirklich spektakuläre Ausblicke und Bilder auf der Strecke bis El Draguillo rauschen sie happy mit dem Auto von dannen und waren nicht mehr zu sehen. Ist es nicht ein tolles Gefühl, wenn man mit kleinen Gesten Menschen glücklich machen kann?

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Ute und ich unternehmen einen kurzen Spaziergang Richtung Benijo, danach schmeckt es uns im Restaurante El Mecho um so besser – selbstredend bestellen wir den „Fisch für zwei“ con papas arrugadas con mojo y enslada mixta – mir läuft jetzt noch beim Schreiben das Wasser im Mund zusammen. Ein Wort lecker! Und zum Nachtisch „Flan“ und café solo.  So muss es sein an der Playa. Es ist noch Zeit für einen Strandwalk barfuß, der Sand ist herrlich fein und weich, in Verbindung mit dem Meerwasser Peeling pur für meine Füsse und Blase.

Ich stelle gerade fest, der Tag ist lang und ausgefüllt,  auch für meinen Blogeintrag – wer reist, hat eben viel zu erzählen, es reicht noch für einen zweiten Teil.

Also Fortsetzung folgt………..

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