Taganana 22.09.2015

Es ist kaum zu glauben, aber wahr: 25 Jahre lang bin ich durch Taganana gefahren mit Ziel Strand, heute habe ich Premiere (wie mein Darmvirus auch 😉 ) heute besichtige ich diesen Ort und vor allen Dingen die Kirche Iglesia Nuestra Senora de las Nieves.

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Nach einigen kurzweiligen Stunden an der Playa Roques de las Bodegas mit Ute fahren wir zusammen nach Taganana und verlassen voller Vorfreude den Bus. Staunend über die schmalen Gassen, die altkanarischen Häuser erreichen wir die kleine Plaza und die Kirche, die zum Teil eingerüstet ist und Dachdecker sind feste bei der Arbeit. Und die Kirche: wegen Bauarbeiten geschlossen. Och, wie schade und was machen wir jetzt in den zwei Stunden bis der nächste Bus nach Santa Cruz kommt?

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Auf nach Portugal ist unsere Devise -genauer gesagt zum Barrio de Portugal in Taganana. Von der Plaza aus führt eine schmale Brücke auf dem Camino Cruz de Limera über den Barranco del Iglesia, in dem nicht nur Palmen sondern auch einige Obstbäume wie Mangas wachsen. Wir biegen in den Camino Portugal ab und erklimmen diesen Ortsteil, anders kann ich es nicht beschreiben. Der Camino ist enorm steil und es ist wie Bergsteigen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass die Anwohner es schaffen, in der engen Gasse mit dem Auto zu fahren und die noch engeren Hofeinfahrten zu rangieren. Als junge Mutter mit Kinderwagen wäre der Camino Portugal nicht meine erste Wunschadresse. 😉

In Portugal befindet sich die wichtigste Quelle Tagananas La Pianola, die in den 30er Jahren gebaut wurde.

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Der Rückweg hinunter ist noch anstrengender als der Weg nach oben, vor allen Dingen mit meinen Fußblessuren. Total verschwitzt und durstig lassen wir uns auf der Terrrasse eines Lokals nieder und warten hier auf den Bus um 18.00 Uhr nach Hause. In San Andres verabschiedet sich Ute aus Bonn von mir.Ich habe noch einen langen Heimweg über Santa Cruz nach Los Silos, das ich gegen 21.00 Uhr erreiche.

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Jetzt nur die zwei Kilometer bis zum Appartment und das Abenteuer Anagagebirge ist zu Ende. Auf dem Heimweg merke ich, dass ich den Virus doch nicht überwunden habe und hoffe darauf, dass die Bodegita noch geöffnet hat, leider zu. Dann vielleicht das Restaurant Mocan – auch nicht. „Ein Königreich für eine Toilette!“ In meiner Not frage ich eine ältere Frau, die gerade vor ihrem Haus frische Luft schnappt und ich darf zum Glück die Toilette benutzen, buchstäblich im letzten Moment. Ein Königreich muss ich ihr nicht schenken, dafür unterhalten wir uns ein bisschen in Deutsch-Spanisch-Kauderwelsch.

In meinem Domizil angekommen genieße ich eine lange Dusche und lasse den Abend auf dem Balkon ausklingen. Am nächsten Tag steht Puerto de la Cruz auf dem Plan und eine Wohnungsbesichtigung für meine Freundin, die nach Teneriffa auswandern möchte.

 

 


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